Lässt sich mit Bitcoin Mining Geld verdienen?

Letzte Aktualisierung: 04.08.2021

In meinem ersten Artikel zum Thema Bitcoin habe ich bereits beschreiben, dass Investitionen in den Bitcoin hohe Chancen aber auch Risiken bieten. Deshalb habe ich vor knapp einem Jahr nur Spielgeld investiert.

Aber einfach nur Bitcoins zu halten, war mir zu langweilig. Denn wenn ich schon mit Spielgeld ins hohe Risiko gehe, dann kann ich auch das Risiko erhöhen und alternative Investmentansätze im Bereich Blockchain ausprobieren. Das Bitcoin Mining ist einer davon.

Was ist Bitcoin Mining?

Vereinfacht dargestellt werden beim Bitcoin Mining neue Bitcoins erzeugt und offene Transaktionen im Netzwerk bestätigt. Es erfolgt also eine dezentrale Geldschöpfung in der Blockchain. Allerdings ist die maximale Umlaufmenge für Bitcoins auf rund 21 Millionen Bitcoins limitiert.

Wer sich also am Bitcoin Mining beteiligt erhält also die zusätzlich geschaffenen Bitcoins und die Transaktionsgebühren für den Zahlungsverkehr in der Blockchain. Das klingt auf den ersten Blick nach einer interessanten Investitionsmöglichkeit.

Allerdings ist zu beachten, dass hierfür eine hohe Rechnerleistung erforderlich ist und mit dem Bitcoin Mining ein hoher Stromverbrauch einhergeht. Aufgrund der Investitionskosten in die erforderliche Hardware und dem hohen Strompreis in Deutschland, ist Bitcoin Mining hierzulande schon lange nicht mehr rentabel.

So verursacht jede einzelne Bitcoin-Transaktion einen Stromverbrauch, der dem Verbrauch von ca. 65.000 Stunden YouTube-Videostreaming entspricht. (Quelle: Zeit Online)

Welche Vorteile bietet das Pool-Mining?

Da heutzutage ein erheblicher Aufwand mit dem Mining von Kryptowährungen einhergeht, ist dies für einen Privatinvestor in der Regel nicht mehr wirtschaftlich darstellbar.
Die Nutzung eines externen Mining-Services, der sich um den vollständigen Betrieb eines Rechenzentrums kümmert, kann jedoch immer noch eine Lösung darstellen.
Dabei können Investoren zu geringen Summen in das Bitcoin Mining einsteigen und der Dienstleister nutzt die Skaleneffekte und betreibt so große Rechenzentren effizient.

Genesis Mining – weltweit führend

Bei meinen Recherchen zu Pool-Mining Anbietern bin ich im letzen Jahr auf Genesis Mining gestoßen und habe dort rund 400 EUR in Bitcoin (BTC) investiert, um das Angebot zu testen.

Nach eigenen Angaben ist Genesis Mining der weltweit führende Anbieter für Hashpower und bietet u.a. Bitcoin Mining für Jedermann. Seit der Gründung im Jahr 2013 hat Genesis Mining über 100 Millionen Transaktionen in der Blockchain durchgeführt und betreut mehr als 2 Millionen Kunden in mehr als 100 Ländern.
Das Mining Angebot umfasst neben dem Bitcoin weitere Kryptowährungen.
Der Firmensitz befindet laut Impressum in Hong Kong.

Die von Genesis Mining betriebenen Mining-Farmen, also Rechenzentren, befinden sich unter anderem in Island und Schweden. Die Standorte weiterer Rechenzentren werden aus Gründen der Sicherheit und des Kundenschutzes nicht öffentlich publiziert.

Meine Erfahrungen mit Genesis Mining

Die im Juni 2020 einbezahlten 0,045658 BTC habe ich auf zwei Bitcoin Mining Algorithmen mit einer Laufzeit von je 30 Monaten verteilt, um einen entsprechenden Diversifikationseffekt über die Laufzeit innen zu haben.

Der erste ist ein 4TH/s SHA-256 Bitcoin Algorithmus ohne Wartungsgebühren. Diese werden vom täglichen Mining Ertrag als fester Betrag in USD abgezogen. Jener Algorithmus eignet sich vor allem in Zeiten steigender Bitcoin-Kurse.
Der zweite ist ein 3TH/s SHA-256 Bitcoin Algorithmus mit Wartungsgebühren. Der tägliche Mining Betrag wird ohne Abzug von Wartungsgebühren gutgeschrieben und eignet sich in Folge dessen hauptsächlich in einem stagnierenden oder fallendem Markt.

Nachdem meine Investition nun 9 Monate zurückliegt, ist es nun an der Zeit eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.
Im Genesis Mining Dashboard werden täglich die erwirtschafteten Erträge ausgewiesen und bei Erreichen der Auszahlungsschwelle (mindestens 0,001 BTC) umgehend ausbezahlt.
Das führt in meinem Fall in der Regel zu zwei Auszahlungen pro Monat auf meine Bitcoin Wallet.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Erstinvestition, die bisherigen monatlichen Erträge und meine prognostizierten Erträge. Alle Erträge sind kumuliert dargestellt.
Hieraus lässt sich – Stand heute – ein zu erwartender Verlust von etwa 10% über die Investitionsdauer von 30 Monaten ableiten.

Ich werde regelmäßig diese Grafik und den zu erwartenden Gewinn bzw. Verlust aktualisieren.

MonatErtragsprognose*
März 2021– 10,2%
April 2021– 12,4%
Mai 2021– 14,2%
Juni 2021– 15,8%
Juli 2021– 12,0%
* über einen Investitionszeitraum von 30 Monaten

Positiv ist zu erwähnen, dass der Kundensupport meine Anfragen schnell und kompetent beantwortet hat. Weiterhin ist das Kundenkonto durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) abgesichert.

Fazit

  • Obwohl im Dashboard die täglichen Erträge aufgelistet werden, sind mir der Mining Prozess und die damit verbundenen Erträge zu intransparent.
  • Die ausbezahlten Erträge beinhalten „Zins“ und „Tilgung“. Das Investment endet somit nach der festgelegten Laufzeit und es besteht folglich keine Möglichkeit durch Buy-and-Hold potentielle Verluste in der Zukunft wieder auszugleichen.
  • Da zudem das Kapital über 2,5 Jahre gebunden ist und nur schrittweise zurückbezahlt wird, besteht gerade zu Beginn der Laufzeit ein hohes Risiko, dass der Anbieter nicht mehr auszahlt, vom Markt verschwindet, etc.
  • Durch den Firmensitz in Hong Kong entzieht sich Genesis Mining jeglicher europäischer Regulierung.
  • Jegliche Investition in Bitcoin Pool-Mining birgt ein doppeltes Risiko, nämlich
  • Deshalb würde ich nicht mehr als Spielgeld investieren. Denn ein wirtschaftlicher Totalverlust ist beim Bitcoin Mining stets möglich.

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